Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2021-14 - 02.07.2021

Bundesweiter Aktionstag Mietenstopp am 19.06.2021

Bundesweiter Aktionstag – Bündnis fordert sechsjährigen Mietenstopp

In Fulda getragen vom DGB Kreisverband, der Initiative für bezahlbaren Wohnraum und weiteren Akteuren

Am 19.06.2021 fanden in mehr als 80 Städten Aktionen für einen bundesweiten sechsjährigen Mietenstopp statt. In Fulda beteiligte sich die Initiative für bezahlbaren Wohnraum und der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Die Initiative für bezahlbaren Wohnraum, die bereits eine Eingabe an die Stadtverordnetenversammlung zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft auf den Weg brachte, führte eine Fotoaktion vor Fuldaer Wahrzeichen durch. Die Initiative meint:

„Auch in Fulda sind bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die Entwicklung der Einkommen hält mit den steigenden Mieten nicht Schritt, zumal in unserer Region der Niedriglohnsektor und die Tariflosigkeit vieler Arbeitsplätze stark ausgeprägt ist. Zusätzlich hat sich durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Lage vieler Mieterinnen und Mieter noch einmal weiter verschärft.“

Im Kreis Fulda sind die Mieten in den letzten fünf Jahren um 26 Prozent gestiegen. Während 2016 für einen Quadratmeter noch 6,62 Euro zu zahlen waren, mussten Anfang 2021 bereits 8,33 Euro gezahlt werden. Die hessische Landesregierung gab in Beantwortung einer Anfrage gar eine Preissteigerung von 70 Prozent für die Jahre 2008 bis 2018 für die Sonderstatusstadt Fulda an.

„Die nächste Bundesregierung muss aktiv werden und den Mieterinnen und Mietern durch einen sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause verschaffen.

In der Zwischenzeit müssen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Dazu brauchen wir eine Ausweitung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau, eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit und ein soziales Bodenrecht. Zudem muss die Kommune Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten. Bund, Länder und Kommunen müssen sich außerdem wieder verstärkt ihrer Verantwortung als Anbieter günstiger, öffentlicher Wohnungen bewusst werden“, fordert der DGB Kreisvorsitzende Franz Georg Brandt.

Die genannten Zahlen 2016 bis 2021 stammen aus der empirica Preisdatenbank auf Basis der VALUE Marktdaten. Sie entsprechen den sogenannten Angebotsmieten (Median), also jenen Preisen, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Diese Werte bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten. Die Zahlen 2008-2018 für die Sonderstatusstadt Fulda stammen aus der Antwort der hessische Landesregierung vom 8.1.2020 http://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/9/01439.pdf

 

Weitere Informationen zur Kampagne Mietenstopp unter www.mietenstopp.de.


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis