Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2011_016 - 30.09.2011
Fulda

Qualität der Ausbildung in Fulda ist messbar

Schlechte Ausbildungsplätze bleiben frei

 „Junge Menschen haben nichts außer ihrer Ausbildung, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu bewähren - und das wissen sie. Jeder der sich im Vorfeld mit einem Ausbildungsberuf auseinandersetzt, achtet dabei auf Ausbildungsbedingungen und die Qualität der Ausbildung, “ erklärt Claudia Hempel, Jugendbildungsreferentin der DGB Jugend Südosthessen.

Die DGB Jugend verglich die freien Ausbildungsplätze des Landkreises Fulda mit ihrem Ausbildungsreport. Bundesweit wurden über 9.300 Auszubildende in den 25 häufigsten Ausbildungsberufen nach ihrer Zufriedenheit, tatsächlichen Arbeitszeiten und Ausbildungsqualität befragt.

Ingesamt sind 240 Ausbildungsstellen im Landkreis frei geblieben. Hempel weiter: „Sieht man sich die meisten freien Ausbildungsberufe genauer an und vergleicht sie mit dem Ausbildungsreport der DGB Jugend, wird schnell deutlich dass ein unmittelbarer Zusammenhang zu den Arbeitsbedingungen dieser Ausbildungsberufe besteht.“

Für den Ausbildungsberuf Einzelhandelskauffrau/-mann gibt es im Kreis noch 27 freie Ausbildungsstellen. Bei der Befragung der Azubis schneidet dieser Beruf besonders schlecht bei Arbeitszeit und Ausbildungsqualität ab. Noch schlimmer werden die Arbeitsbedingungen als Azubis zur/ -m Verkäufer_in bewertet. Für diesen Ausbildungsberuf sind 18 Plätze frei. Den höchsten Bedarf an Auszubildenden allerdings gibt es mit 29 freien Stellen im Hotel- und Gaststättengewerbe. Restaurantfachmann /-frau, Hotelfachmann/-frau und Koch/ Köchin. Seit Jahren sind die Arbeitszeiten und die Ausbildungsqualität in diesen Berufen am schlechtesten.

Erneut kommt Claudia Hempel zum Schluss: „Wir müssen über die „Ausbildungreife“ der Unternehmen nachdenken. Wer junge Menschen für eine Ausbildungsstelle begeistern will, muss mehr als bunte Anzeigen schalten. Er muss bereit sein dem möglichen Auszubildenden einen guten und erfolgreichen Berufsstart zu gewährleisten. Konkret heißt das Fördermöglichkeiten in der Ausbildung, gute Arbeitszeiten und Ausbildungsbedingungen, fachliche  Ausbildungsqualität aber eben auch eine Übernahme in eine festes Arbeitsverhältnis nach abgeschlossener Ausbildung.“


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