Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2019_24 - 24.10.2019

Küche der Krise: „Sie schlagen Griechenland, aber sie treffen uns alle!“

Seit einigen Jahren treffen sich Gewerkschafter_innen und andere Interessierte, um gemeinsam einen politisch-kulinarischen Abend zu verbringen. Jetzt war es wieder soweit und etwa zehn Personen trafen sich im Gelnhäuser Restaurant „Burgmühle“ zum politischen Kochkurs. Gestartet wurde mit einem kurzen Input zur Situation in Griechenland mit anschließender Diskussion: Seit ca. Ende 2009 befindet sich das südeuropäische Land in der Krise. Die Gründe dafür sind vielfältig – von Außenhandelsungleichgewichten über Konstruktionsfehler des Euros bis hin zur Verschuldungs- und Finanzkrise. Was bedeutet die Krise für die Menschen konkret vor Ort? Gewerkschafter_innen, die in den Jahren 2015/2016 im Rahmen einer Delegiertenreise vor Ort waren, berichten von Massenarbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit. Es wird deutlich, dass hinter Statistik-Kennzahlen wie 50% Jugendarbeitslosigkeit, dramatische menschliche Schicksale stehen. Am Beispiel der Nachbarschaftsinitiative in der griechischen Stadt Perama wurde veranschaulicht, dass sich Widerstand regt! Menschen organisieren sich selbst, um ihren Alltag und jenen ihrer Mitmenschen – z.B. Beschaffung von Lebensmitteln oder Versorgung mit Medikamenten – solidarisch zu meistern. Weiter interessierte v.a. auch die Frage, was bedeutet das für uns? Griechische Gewerkschafter_innen berichten, dass die Massenarbeitslosigkeit und die von der Troika verordneten Reformen massiv die Errungenschaften der Arbeiterschaft gefährden: Die Renten und der Mindestlohn wurden gekürzt, das Streikrecht eingeschränkt und Gewerkschaften dürfen Tarifverhandlungen erst wieder aufnehmen, wenn die Arbeitslosenquote unter zehn Prozent gesunken ist. Auch deshalb gilt es jetzt, sich mit unseren griechischen Kolleg_innen zu solidarisieren! Gemäß der Devise „Ohne Mampf kein Kampf“, machten sich alle an die Zubereitung griechischer Köstlichkeiten.

 


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