Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2018_021 - 04.06.2018

„Wir wollen wir normale Menschen leben“

Der Runde Tisch für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen teilt die Kritik an den Bedingungen in der städtischen Flüchtlingsunterkunft in Hanau-Wolfgang (Sportsfield), in der Zweiten Konferenz für Solidarität statt Spaltung zur Sprache kamen. Die Forderungen der BewohnerInnen zur Abstellung der Missstände sind berechtigt, zumal sie "befürchten, daß wir noch weitere Jahre hier bleiben müssen". Wer von den alteingesessenen Hanauer BürgerInnen möchte sich vorstellen, unter Verhältnissen leben zu müssen, in denen es an privaten Rückzugsmöglichkeiten mangelt, hygienische Verhältnisse (Sanitäranlagen, Mülltonnen) unzumutbar sind und unter denen besonders Kinder zu leiden haben? Dazu kommen noch Vorschriften, die etwa den Empfang von Besuch betreffen, die als Gängelei empfunden werden.

bezahlabarer Wohnraum

Foto: DGB/Romolo Tavani/123rf.com

Resümierend schreiben die BewohnerInnen: "Wir wollen wie normale Menschen leben. Wir wollen eigene Wohnungen, in denen wir mit unseren Familien leben und selbst entscheiden." Das ist nicht zuviel verlangt. Das ist etwas, das viele BürgerInnen in Hanau für sich selbst zu Recht als selbstverständlich und "normal" empfinden. Es muß für alle gelten.

Ähnliches gilt für einen weiteren eklatanten Missstand in Hanau, der in dem Artikel zu den rumänischen WanderarbeiterInnen und ihren Familien beschrieben wird. Diese wurden aus den Häusern in der Daimlerstraße vertrieben und liegen nun buchstäblich auf der Straße. Auch hier muß es Lösungen geben. Es kann nicht sein, dass ein "Sozialprojekt … ausläuft", weil die Daimlerstraße fast leer sei und es im Lamboy angeblich keine besonderen Vorkommnisse und Beschwerden gebe. Was soll denn noch passieren?

Es geht hier um Mitmenschlichkeit in der Bewältigung von Notlagen. Die Verantwortlichen der Stadt Hanau müssen sich darum kümmern. Sie dürfen sich nicht um Ausreden bemühen, warum dieses oder jenes nicht geht, sondern müssen nach Wegen suchen, wie es getan werden kann, und zwar hier und jetzt.


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Keine AfD im Landtag

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Bildungsprogramm 2018 der DGB-Jugend Hessen-Thüringen

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Die DGB-Jugend veranstaltet als Dachverband der Gewerkschaftsjugend Hessen und Thüringen auch im nächsten Jahr Bildungsangebote für/von junge/n Menschen zu unterschiedlichen politischen Themen. In unserem jetzt erschienenen Bildungsprogramm 2018 sind diese zusammengestellt – einfach mal reinschauen!
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