Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2017_054 - 15.08.2017

Frust bei der AfD und großer Erfolg für Offenbach

Der 11. August war ein großer Tag für Offenbach. Trotz strömenden Regens hatten sich mehr als 350 Antifaschisten, Gewerkschafter und Vertreter aus Migrantenverbänden am Aliceplatz eingefunden, um gegen die AfD Gesicht zu zeigen. Ein breites Bündnis hatte zum Gegenprotest eingeladen.

 

Demo

Foto: DGB

Als die Kundgebung der AfD begann, gingen die Wortbeiträge in einem Pfeifkonzert unter. Immer wieder schlugen dem Versammlungsleiter „Haut ab“-Rufe entgegen, die dieser mit dem Verweis auf Demokratie und freie Meinungsäußerung quittierte. Doch einhellig  riefen die Gegendemonstranten „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“ Immer wieder mahnten die Veranstalter die Polizei an, den Platz zu räumen und „die Störer zu entfernen“. Doch die Polizei schritt nicht ein. Als schließlich Alexander Gauland die Bühne betrat, schwoll der Protest zu einem ohnebetäubenden Pfeifkonzert an. Immer wieder gingen seine Worte in „Nazis raus“-Rufen unter. Offensichtlich frustriert ließ Gauland alle Zurückhaltung fallen und beschimpfte die Gegendemonstranten minutenland aufs Unflätigste. Nach nicht einmal einer halben Stunde brach die AfD die Kundgebung ab.

Es war ein großer und vor allem gemeinsamer Erfolg des Bündnisses „Offenbach bleibt bunt“, an dem Naturfreunde, Jusos, Linke, Gewerkschafter, Kirchenvertreter, Migrantenverbände und viele andere beteiligt waren. Die politischen Differenzen zwischen den einzelnen Gruppen und Parteien standen an diesem Tag zurück. Es ging einzig darum, Gesicht zu zeigen gegen den Rassismus der AfD und genau darin lag die Stärke des Protestes. Ein wichtiges Signal gerade für eine Stadt wie Offenbach, die „vielfältigste Stadt in dieser Republik“, wie Oberbürgermeister Horst Schneider richtig feststellte.


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