Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2011_001

Niedriglohn ist Treibsatz für den Haushalt des Landkreises Fulda

„Der sich ausbreitende Niedriglohnsektor reißt große Löcher in den Haushalt des Kreises Fulda und treibt die kommunalen Soziallasten in die Höhe.“ Darauf hat Frank Herrmann, Vorsitzender der DGB Region Südosthessen aufmerksam gemacht. 

Allein im vergangenen Jahr musste der Landkreis Fulda nach DGB-Berechnungen[1] ca. 1,5 Mio. Euro für die Wohnkosten der erwerbstätigen Armen aufwenden, die trotz eines sozialversicherten Jobs auf Hartz IV angewiesen sind. Im Schnitt muss der Kreis gut 120.000 Euro pro Monat allein für die Unterkunftskosten für Erwerbstätige ausgeben, die von einem sozialversicher­ten Job nicht leben können und deshalb zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind. 

Die gewerkschaftliche Forderung nach gesetzlichen Mindestlöhnen nütze auch den Städten und Gemeinden und würde die kommunalen Kassen entlasten. „Armut trotz Arbeit ist teuer – auch für den Kreis Fulda, während der Landkreis von einer Zurückdrängung des Niedriglohnsektors und Existenz sichernden Mindestlöhnen positiv profitieren würde“, so Herrmann. 

Er kritisierte zugleich, dass bisher Löhne, die auf Hartz IV angerechnet werden, vorrangig den Bund begünstigen. Erwerbseinkommen werden zuerst auf die vom Bund finanzierte Hilfe zum Lebensunterhalt angerechnet; nur dann, wenn noch anrechenbares Einkommen übrig bleibt, reduziert dies die von den Kommunen zu tragenden Wohnkosten für Hartz IV-Empfänger. Dieses Anrech­nungsverfahren bei Erwerbseinkommen im Rahmen von Hartz IV nütze vor allem dem Bund und benachteilige Städte und Gemeinden.

„Städtische Regionen mit einem hohen Miet­niveau werden besonders belastet, ebenso wie Regionen mit einem ausgeprägten Niedrig­lohnsektor“, kritisierte Frank Herrmann.


[1] Die von der BA für den DGB speziell aufbereiteten Daten beziehen sich auf Februar 2010 (s. Anlage). Hier sind in Spalte 5 die gesamten Kosten der Unterkunft (KdU) für alle Hartz IV-Bezieher und in Spalte 6 die Wohnkosten nur für jene Hartz IV-Empfänger ausgewiesen, die ein Erwerbseinkommen vor mehr als 400 Euro im Monat erhielten. Diese Aufwendungen für den Monat Februar 2010 haben wir mit 12 multipliziert, da wir glauben, dies annähernd auf das Jahr hochrechnen zu können.


Nach oben

Argumente gegen die AfD

Foto: DGB
Was will die AfD und was will sie nicht? Wofür stehen ihre Kandidaten? Was macht diese Partei so gefährlich und was könnten geeignete Gegenstrategien sein? Ein neuer Flyer des DGB Südosthessen versucht Antworten zu geben und liefert Argumente für die politische Auseinandersetzung. Er kann im Hanauer DGB Büro bestellt oder hier heruntergeladen werden
Zur Pressemeldung

Ausbildungsreport 2018

Foto: DGB
Wichtige Infos zum Ausbildungsreport 2018 sowie zusätzliche Materialien
weiterlesen …

Bildungsprogramm 2019 der DGB-Jugend Hessen

DGB Jugend Hessen
Auch im Jahr 2019 bietet die DGB-Jugend in Hessen ein vielfältiges Bildungsprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre an.
Zur Pressemeldung

Bildungsprogramm 2018 der DGB-Jugend Hessen-Thüringen

Foto: DGB Jugend Hessen-Thrüngen
Die DGB-Jugend veranstaltet als Dachverband der Gewerkschaftsjugend Hessen und Thüringen auch im nächsten Jahr Bildungsangebote für/von junge/n Menschen zu unterschiedlichen politischen Themen. In unserem jetzt erschienenen Bildungsprogramm 2018 sind diese zusammengestellt – einfach mal reinschauen!
Zur Pressemeldung

Antifaschistischer Stadtführer Hanau

Ha­nau Stadt­füh­rer
Geschichte an begehbaren Orten erleben
Foto: Ulrike Eifler
Das ist das Konzept des Antifaschistischen Stadtführers, den der DGB für die Stadt Hanau erstellt hat. Er erscheint ab April. Ab Sommer werden Antifaschistische Stadtrundgänge angeboten.
weiterlesen …
Ar­bei­ten in Deutsch­lan­d:
Grundbegriffe für Flüchtlinge
Foto: DGB Hessen-Thüringen

Mitglied werden

Da­ten­schut­z­er­klä­rung Deut­scher Ge­werk­schafts­bund
Unsere Datenschutzerklärung informiert, welche Daten wie und zu welchem Zweck erhoben, gespeichert und verarbeitet werden.
weiterlesen …
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis