Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2018_054 - 10.09.2018

„Welcome Solidarity“: Jugend gemeinsam stark gegen Abschiebung!

Im Rahmen der Veranstaltung „Schutzräume für eine Solidarische Stadt“, die vom  4. bis 6. September im Hanauer Gewerkschaftshaus stattfand, war das Motto des letzten Tages „Bleiberecht und wirkliche Integration“. Die DGB Jugend stellte ihre Forderungen für einen offenen und fairen Zugang zu Schulen, Ausbildung und Arbeitsmarkt vor. „Wir brauchen eine echte und nachhaltige Willkommenskultur in der Gesellschaft, im Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ fordert Kathrin Harth, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Südosthessen. Das heißt u.a. auch nicht mehr schulpflichtigen jungen Geflüchten, einen Schulbesuch zu ermöglichen. Auch das Angebot an staatlichen Sprachkursen müsse deutlich ausgeweitet werden.

Schutzräume

Foto: DGB Jugend Südosthessen

Unabhängig des jeweiligen Aufenthaltsstatus muss es Geflüchteten möglich sein, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen und zu beenden. Hierzu muss ihnen ein anschließendes Bleiberecht zugesichert werden – und zwar bundesweit! Geflüchteten Menschen sollen zudem einen gleichberechtigter Zugang zu arbeitsmarktpolitische Fördermöglichkeiten wie z.B. ausbildungsbegleitende Hilfen, Assisitierte Ausbildung oder BAföG erhalten. „Insbesondere junge Geflüchtete benötigen eine Perspektive statt in ständiger Angst vor der Abschiebung zu leben“, erklärte auch Nevroz Duman. Die Aktivisitn des Netzwerk Jugendliche ohne Grenzen (JoG) stellte die Arbeit von JoG vor Ort vor. „Jugendlichen ohne Grenzen“ fordern u.a. ein Bleiberecht für alle, die Gleichberechtigung von Flüchtlingen v.a. beim Bildungs- und Arbeitsrecht sowie die Legalisierung von Menschen ohne Papiere (sog. Illegale). Hibba Kauser, Offenbachs ehemalige Stadtschulsprecherin, berichtete über ihr Enagement gegen Abschiebungen von afghanischen Mitschülern. Gemeinsam mit anderen Schüler_innen und einer Lehrerin hat sie den Protest für ein Bleiberecht von vielen jungen Afghanen initiiert, die Integrationsklassen in der Stadt besuchen. In der Folge organisierte die Initiative Demos und stellte eine Petition ins Netz: Über 60 000 Menschen haben das Ansuchen auf der Kampagnenplattform „change.org“ mittlerweile unterschrieben.  Im Anschluss an die Beiträge, fand der Abend mit Musik aus aller Welt einen stimmungsvollen Ausklang.

 

 


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„Welcome Solidarity“: Jugend gemeinsam stark gegen Abschiebung!

Foto: DGB Jugend Hessen-Thüringen
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