Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2016_022 - 03.03.2016

Gewerkschafterinnen werben für Solidarität

8. März – Internationaler Frauentag

Die Gewerkschaftsfrauen in Offenbach beschäftigen sich anlässlich des Internationalen Frauentages mit der Problematik der Textilfabrikation in Billiglohnländern und laden alle Interessierten am Dienstag, 8. März, ab 17.00 Uhr zu einem Themenabend in das Haus der Gewerkschaften in Offenbach, Berliner Str. 220-224, ein.

 

internationaler Frauentag

Foto: Medico

Die Textil-Fabriken in Bangladesch und Pakistan machen mit verheerenden Arbeitsunfällen immer wieder von sich reden. So starben im Jahr 2012 bei einem Brand in einer Fabrik in Karatschi, Pakistan, mehr als 250 Menschen, weil es keine Sicherheitsvorkehrungen gab. Die Fabrik arbeitete fast ausschließlich für ein großes deutsches Textilunternehmen, das die verzweifelten Überlebenden und Angehörigen jetzt mit geringfügigen Entschädigungen abspeisen will. Die Verhandlungen werden verschleppt, der deutsche Auftraggeber bietet nur einen Bruchteil der angemessenen Entschädigung an. Außerdem werden Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich gewerkschaftlich organisieren wollen, bedroht oder verlieren ihre Arbeit. Kein Einzelfall, sondern leider Alltag im globalen Textilgeschäft. 

Da international Regeln fehlen, die die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter schützen und die großen Unternehmen haftbar machen, sind Textilunternehmen, an deren Waren Blut klebt, bisher juristisch zu keinerlei Zahlung verpflichtet. Die Offenbacher Gewerkschafterinnen wollen deshalb die  Kampagne „Textil“ der  Hilfsorganisation medico international unterstützen. Diese Kampagne hat das Ziel einer Klageerhebung gegen die Firma KiK, um das Unternehmen zu verpflichten, für die Opfer und ihre Hinterbliebenen angemessene Entschädigungen zu zahlen. Bisher sieht sich KiK hierzu nicht in der Verantwortung, sondern ist nur auf freiwilliger Basis bereit, vom Unternehmen festgelegte Zahlungen zu leisten. Die Geschädigten werden so zu Almosenempfängern. 

Ein weiteres Thema des Abends sollen Handlungsmöglichkeiten auf europäischer Ebene sein. Dazu konnte als Referentin Claudia Menne von der DGB-Bundesverwaltung  gewonnen werden. Sie arbeitete bis vor kurzem im Sekretariat des Europäischen Gewerkschaftsbundes in Brüssel und berichtet über Bestrebungen zur Einführung internationaler Standards bei Arbeits- und Sozialbedingungen. Den Abschluss des Abends bildet der Film „Made in Dagenham“. Er zeigt den Arbeitskampf der Näherinnen in einem Ford-Werk in Großbritannien. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Spendenbox für die medico Kampagne steht bereit. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


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