Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2017_004 - 03.02.2017

Kultusminister Lorz fordert: "Raus aus dem verdienten Ruhestand!"

Wie die Medien berichten, will Kultusminister Lorz den akuten Personalmangel bei Grund- und Förderschullehrkräften durch die Reaktivierung pensionierter Lehrerinnen und Lehrer auffangen. Um die Pensionäre aus ihrem wohlverdienten Ruhestand zu locken, verspricht Lorz eine Bezahlung über der tarifvertraglichen Einstufung. Wir sehen hierin einen verzweifelt wirkenden Versuch, mit den verdienten Folgen der stetigen Abwertung des Lehrerberufs in Hessen zurechtzukommen. Er sollte sich vielmehr um eine Politik kümmern, die den Lehrerberuf in Hessen - gerade im Bereich der Grund- und Förderschulen - für junge Menschen wieder attraktiv macht und den Pensionären ihren wohlverdienten Ruhestand gönnen. Daher fordern wir: A13 für alle! und die Übertragung der ausstehenden Tariferhöhung auf die hessischen Beamtinnen und Beamten! Und den Pensionären wünschen wir einen angenehmen Ruhestand!!

 

GEW

Foto: GEW Hessen

Kennt Kultusminister Lorz nicht einmal die Besoldungsstufen der Grundschullehrkräfte?

Wegen des Lehrkräftemangels im Bereich der Grund- und Förderschulen heißt es in einem Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 24. Januar:
„„Wir stellen alle Examinierten ein, die sich bewerben“, schildert der Kultusminister die Lage. Alle Absolventen bekämen schnell eine Zusage, schon damit sie nicht abwanderten. An der Bezahlung dürfte das nicht scheitern, denn Grundschullehrer sind in Hessen mit der Besoldungsstufe A13 auch im Ländervergleich gut dran.
Haben wir da etwas verpasst? Also los mit A13, Herr Lorz!

 

Quelle: Aus der Mitglieder-Info der GEW in Hanau


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18.09.2017

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