Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2018_011 - 07.05.2018

Jugend in der Warteschleife: Wir für sichere Perspektiven!

Das war die Botschaft der DGB-Jugend in Hanau zum diesjährigen Arbeitskampftag. Sowohl auf dem Jugendtransparent als auch in der Jugendrede, wurde deutlich: Die junge Generation fordert verlässliche, d.h. planbare Lebens- und Arbeitsbedingungen.

In den vermeintlichen Wohlfühlländern wie Deutschland sind es v.a. junge Menschen, die überdurchschnittlich oft, von befristeten Beschäftigungsverhältnissen betroffen sind. Auch wer hochqualifiziert, motiviert und engagiert ist, bekommt häufig nur ein unbezahltes Praktikum, einen Werkvertrag oder einen Mini-Job.

Sozialer Abstieg funktioniert seit der Agenda 2010 prima, sozialer Aufstieg nicht mal mehr mit Abitur in der Tasche. Mit Blick in die sog. europäischen Krisenländer steht es um die Jugend noch schlechter: Massenjungendarbeitslosigkeit in Griechenland, Italien oder Spanien. Junge Fachkräfte wandern auf der Suche nach Perspektiven aus, zurück bleibt eine Bevölkerung – sowieso gebeutelt durch die Sparpolitik von Troika – die jetzt auch noch zusehen muss, wie die Jugend und damit die Jungend das Land verlässt.

Noch verherrender ist die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Kriegsgebieten weltweit. Ob in Syrien, Afghanistan oder anderswo, nichts ist vor Bomben und anderer Gewalt sicher. Gelingt die gefährliche Flucht nach Europa, wird es oft auch dort nicht möglich, sich eine Zukunft aufzubauen. Ungeklärt bleiben oft über lange Zeit Fragen wie „Wird mein Asylantrag bewilligt?“ oder „Darf meine Familie nachziehen?“.

Wir die Jugend wollen nicht länger Spielball von Arbeitgeberschaft, Machthabern oder Behörden sein! Wir haben ein Recht auf sichere Lebens- und Arbeitsbedingungen! Wir haben ein Recht auf Perspektiven und Zukunft! Solidarisch stehen wir zusammen und erklären: Sicherheit funktioniert nur international, nur mit offenen Grenzen und nur mit offenen Herzen!


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Jugend in der Warteschleife

Foto: DGB
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